Magdeburg sein — Kulturhauptstadt werden

Kulturhauptstadt Europas – was ist das?

Der Titel der Kulturhauptstadt Europas wird von der Europäischen Union in der Regel an zwei Städte der Mitgliedsstaaten für ein Jahr verliehen. Er ist keine Auszeichnung für Vorhandenes, sondern Ergebnis eines Wettbewerbs. In Deutschland wird 2025 wieder eine Stadt „Kulturhauptstadt Europas“ sein dürfen – das nächste Mal wahrscheinlich nicht vor 2040, weil alle EU-Mitgliedsstaaten im Rotationsverfahren beteiligt werden. 

Wozu ist das gut?

Eine Kulturhauptstadt Europas ist keine „Kunsthauptstadt“! Der Wettbewerb um diesen Titel hilft, auf dem Weg zu einer noch vielfältigeren und lebenswerteren Stadt besser voranzukommen und Ideen umzusetzen, die sonst so nicht realisierbar wären. Diese Ideen betreffen jedoch nicht ausschließlich den kulturellen Sektor, sondern auch den sozialen und ökonomischen. In diesem Sinne dient der Wettbewerb der generellen Stadtentwicklung.

Wie sind unsere Chancen, Kulturhauptstadt zu werden?


Magdeburg ist eine alte Stadt mit einer europaweit bedeutenden Geschichte. Aber unsere Stadt ist auch widersprüchlich, in vielen Bereichen noch unfertig. Industriebrachen warten auf Investoren oder gute Nutzungsideen. Nicht alle Stadtteile entwickeln sich so gut wie z.B. Buckau. Andererseits lassen wir Magdeburger uns begeistern, wenn wir von einer Idee überzeugt sind und wollen an der Umsetzung beteiligt sein. Das ist einer der Gründe, weshalb wir den Wettbewerb gewinnen können: Wir können die Geschichte einer Stadt erzählen, die vor langer Zeit bedeutsam für die Entwicklung Europas war, unendliches Leid ertragen musste und es immer wieder schaffte, aufzustehen und sich neu zu finden. Wo stehen wir heute? Wie wollen wir in 20 Jahren leben? Mit guten Ideen und Antworten können wir die Jury überzeugen! Natürlich haben wir auch Mitbewerber. Im Moment prüfen oder planen unter anderem Städte wie Chemnitz, Dresden, Halle, Hamburg, Hannover, Hildesheim und Nürnberg eine Bewerbung.

Welchen Weg nimmt Magdeburg, um Kulturhauptstadt Europas zu werden? 

Kulturhauptstadt Europas zu werden ist ein spannender und auch spannungsreicher Prozess. Ein durchdachtes Konzept für die Zeit vor, während und auch noch lange nach dem Titeljahr ist notwendig, um die Jury zu überzeugen. Wir werden 2019 unsere Bewerbung bei der EU einreichen. Wenn wir die erste Runde bestehen, kommen wir ins Finale, das wir 2020 gewinnen wollen. Deshalb gibt es seit Herbst 2016 ein Organisationsbüro, das zusätzlich durch 5 Kulturbeiräte unterstützt wird und momentan daran arbeitet, die Kulturlandschaft in Magdeburg zu analysieren um festzustellen, wo bereits viel geleistet wird und wo noch mehr getan werden muss. 

Die Themen der 5 Kulturbeiräte lauten wie folgt:

  • Stadtentwicklung  und neue Urbanität
  • Künstlerische Vision
  • Kulturelle Diversität und Internationalität
  • Identität und historisches Erbe
  • Cultural Mapping, Partizipation und Digitalisierung

Was haben wir  Magdeburger davon?

Den bisherigen Kulturhauptstädten ist es gelungen, sich bereits im Zuge der Bewerbung neu oder besser zu positionieren. Wenn viele Menschen mitwirken, lernen wir uns besser kennen und fühlen uns in unserer Stadt noch wohler. Es wird ein großartiges Gefühl sein, im Jahr 2025 Menschen aus ganz Europa unsere schöne Stadt zu zeigen!

Was kostet uns das?


Für die Planungs- und Bewerbungsphase, d.h. bis einschl. 2020, stehen insgesamt  2,9 Mio. Euro an kommunalen Mitteln zur Verfügung. Daneben werden wir für einzelne Projekte der Bewerbung Sponsoren und Unterstützer finden. Wenn wir 2020 den Wettbewerb gewonnen haben, können wir mit zusätzlichen Fördergeldern der EU, des Bundes und des Landes rechnen, um dann an der Umsetzung des Konzeptes für das Jahr 2025 zu arbeiten.


Was kann ich tun?

Unterstützen Sie die Idee, indem Sie an das Potential unserer Stadt glauben! Diskutieren Sie mit Ihren Nachbarn, Freunden und Verwandten und erzählen Sie den Gästen in der Stadt, dass Magdeburg sich auf diesen tollen Weg macht! Informieren Sie sich außerdem hier auf dieser Website und in den Medien über das Projekt. Wenn Sie Fragen haben oder selbst potenzieller Projektträger sein wollen, dann schreiben Sie uns gerne an!

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